P. Fritz Tschol, C.PP.S., 20 Juni 1929-16 Oktober 2016

members-of-the-brazilian-vicariate3Der barmherzige Gott hat in den späten Abendstunden des 16. Oktober 2016 unseren mitbruder P. Fritz Tschol im 88. Lebensjahr und im 60. Priesterjahr nach einem reichen, erfüllten Leben als Missionar am Xingu, zu sich in die ewige Heimat gerufen.

P. Fritz wurde am 20. Juni 1929 geboren.  Er trat 1951 in die Gemeinschaft der Missionare vom Kostbaren Blut ein. Nach Beendigung der Studien der Philosophie und Theologie und der Priesterweihe im Jahr 1957 kam er Heiligabend des gleichen Jahres in Belém/Pará an, um seinen Dienst als Missionar im Brasilianischen Vikariat der Gemeinschaft zu beginnen. In Belém blieb er nur einige Tage und reiste dann weiter nach Altamira und kam dort am 18. Jänner 1958 an. Dort verbrachte er sein ganzes Leben. Er war maßgeblich am Aufbau der Kirche am Xingu beteiligt, Gründung von Pfarreien und Bau von Kirchen, Pfarrhäusern und Gemeindezentren – besonders nach der Eröffnung der Transamzônica in den 70er Jahren.

Seine Sorge galt vor allem den Armen und am Rande der Gesellschaft lebenden. Er unterstützte bis vor seinem Tod täglich Leute, die zu ihm ins Haus kamen um Hilfe zu erbitten, leitete den Bau von zwei Stadtteilen und schuf so Wohnraum für notleidende Familien. Auch mit den rund um Altamira lebenden indigenen Stämmen verband ihn eine tiefe Freundschaft. Über viele Jahre hinweg lebte er wochenweise in den Aldeias (Dörfern) der verschiedenen Stämme.

Der Prälatur am Xingu diente er von 1971 bis 2008 als Generalvikar und Pfarrer der Kathedrale in Altamira und dazu zeitweise auch noch als Pfarrer in Porto de Moz (an der Mündung des Xingu in den Amazonas), Medicilândia und Brasil Novo (beide an der Transamazônica).

Über 20 Jahre hinweg leitete er die Gemeinschaft im Vikariat als Provinzialvikar und war danach als Ökonom für das Vikariat tätig.

P. Fritz war in all den Jahren durch seinen einfachen und bescheidenen Lebensstil ein Vorbild für die Mitbrüder. Er lebte aus einem tiefen Glauben, fest verwurzelt im Evangelium und einer innigen Liebe zu Maria, der Mutter des Herrn.

Die Mitbrüder im Vikariat und in der Provinz trauern um P. Fritz, doch die Dankbarkeit überwiegt alle Trauer. Gott vollendet sein Leben und all seinen Dienst in der Fülle des Reiches Gottes.

P. Fritz, ruhe in Frieden! Nimm unseren Dank und unsere Wertschätzung mit dir.